Talk about // Folge #2

Die Entstehung von No Status, Baby!

Man trifft sich ja bekanntlich immer zweimal im Leben.

Diesen Spruch kennt der Ein oder Andere von Euch. Für mich war 2016 so ein Jahr. Da lief ich aus purem Zufall nach sehr langer Zeit Andrea Guenther über den Weg. Andrea lernte ich vor 18 Jahren beim Gletscher Opening in Sölden kennen. Ich wusste wenig über sie aber ich wusste sie macht “irgendwas mit Fernsehen”. Für mich damals noch jungen Pimpf die große weite Welt. Diese Story erzählt dir wie es zu No Status, Baby! kam.

 

Als Andrea und ich uns dann also 2016 getroffen haben, ich natürlich keine 16 mehr, kamen wir ins Gespräch und es entwickelte sich innerhalb 5 Stunden eine ziemlich ernstzunehmende Freundschaft, die bis heute andauert.

Ich hab ne Idee, hab da aber mit noch niemanden drüber gesprochen

Die meisten Geschäfte und Deals werden ja bekanntlich nicht bei Meetings geschlossen sondern in lockerer Atmosphäre. Und so kam es nach paar Gin Tonics zum Thema “authentische Interviews”. Keine Sorge ich kann das auch ohne saufen.

Für mich der langersehnte Ahh-Effekt. Endlich traf ich auf jemanden der die deutsche Interview Landschaft genauso wahrnimmt wie ich. Nämlich nicht ganz so authentisch wie man es vielleicht gern hätte. Keineswegs inspirierend. Natürlich. TV ist ein Geschäft und am Schluss sollten dann natürlich die Zahlen stimmen. Auch wenn das dann zu Scripted-Reality Auswüchsen führt, die der breiten Zuschauerschaft ein Voll-Assi-Sein-is-OK Zeugnis ausstellen oder gänzlich an der Realität vorbeigehen. Im Grunde lenkt Gossip und Scripted Reality die Zuschauer nur von der eigenen Unzufriedenheit ab und beruhigen das Gemüt, bzw. die Sensationsgeilheit. Wer beschäftigt sich schon gern mit sich selbst. Na gut, manchmal tut man das.

Zurück zum Wesentlichen. Wie in der Story Inhalte kommen nicht von allein schon erwähnt produziere ich am liebsten Content mit authentischem Inhalt. Etwas mit Wert. Am besten dann noch mit Menschen die den nötigen Impact haben, um ihren Lifestyle mit all jenen die nicht wissen wo sie hin sollen, zu teilen. Also trafen wir uns ganz “so machen das die Kreativen” mit Laptop und Onepager in nem Café. Man muss wissen, dass wir hier in Niederbayern bisschen den Ruf von Inzest haben. Da liegt es dann auch nahe, dass Jeder Jeden kennt. So war die Neugier was wir da machen natürlich riesig.

Andrea hat im Laufe ihrer Karriere gefühlt die ganze Musik Welt und noch viel mehr  interviewed und natürlich auch kennengelernt. Und dann plötzlich, sitzen wir da und sie stellt mir ihre Idee vor. Da trafen schon auch irgendwie zwei Welten aufeinander: die Produzentin die Formate wie Germany´s Next Topmodel gewupped hat und der Jungspund, der in seiner noch viel zu kurzen Zeit große Ziele hatte und immer noch hat.

Also stand da erstmal die grobe Idee im Raum, Persönlichkeiten eine Plattform zu geben die es ihnen ermöglicht ohne Gossip und Klatsch über ihre Person Auskunft zu geben. Authentisch. Mittlerweile auch ein geflügeltes Wort aber aktueller denn je. Und weil jedes Kind einen Namen braucht kamen wir auf No Status, Baby! Mit dem Namen im Gepäck folgten unzählige Stunden an Brainstormings, Mindmappings und Konzept-Sessions. Wir legten die Sprache, den Style und den Auftrag des Formates fest. Und während sich Andrea um Inhalte und das Feel unseres Babys kümmerte, sorgte ich für die grafische Identität, den Sound und das Visuelle. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Marina Geckeler die mit ihrer Erfahrung meine Vorstellungen erst zu Papier und dann zur Grafik gebracht hat.

No Status, Baby!

No Status, Baby! – das erste deutschsprachige Online Interview-Format, mit unterschiedlichsten Prominenten und facettenreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der jeweilige Status des Prominenten ist irrelevant. No Status Baby! stellt den Menschen mit seinen alltäglichen und persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu einem bestimmten Monatsthema in den Vordergrund.

No Status, Baby! bedeutet für mich: Zugang. Zugang zur Persönlichkeit von Menschen aus der Öffentlichkeit. Es gibt Einblick in die Wünsche und Gedanken der Personalities und öffnet einem die Augen. Man findet sich so oft wieder und ich für meinen Teil wurde so jedes mal aufs Neue inspiriert. Denn es zeigt mir, dass wir am Schluss, egal ob wir in der Öffentlichkeit stehen oder nicht, nicht aufhören menschlich, sensibel, nachdenklich, enthusiastisch oder verletzlich zu sein. Und das ist es auf was es für mich ankommt. Aufs Gefühl.

An dieser Stelle möchte ich auf Markus Kavka´sche Art schließen:

Mama fertig, wischen.

Written by Daniel Petz

Urbane Ästhetik, gute Musik, schöne Bilder, Klamotten und das Gefühl völliger Freiheit machen mich glücklich. Ich heiße Daniel und THE THREE SEVEN zeigt Dir wie man´s machen kann.

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Talk about // Folge #1

Wer isst denn bitte Fensterkitt?